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Trotz Ölpreis auf erneuerbare Energien setzen!

Heizöl ist derzeit so billig wie schon lange nicht mehr. Was betroffene Hausbesitzer beim Blick auf die letzte Heizölrechnung freut, droht in der Praxis die Energiewende in Deutschlands Heizungskellern zu konterkarieren. Zwar ist es nachvollziehbar, dass mancher Hausbesitzer nun eine anstehende Heizungssanierung hinauszögert. Fatal wäre es allerdings, wenn Immobilienbesitzer angesichts der aktuellen Energiepreise einen alten Ölbrenner durch einen neuen Öl-Brennwertkessel tauschen lassen würden. Denn auf die Lebensdauer einer Heizungsanlage gesehen, schadet eine solche Entscheidung doppelt: dem eigenen Geldbeutel und der Umwelt.

Energie-Experten wie Pierre Schreckert (Foto), Geschäftsführer der Schreckert GmbH in Naumburg, verweisen im Beratungsgespräch auf die Fakten: „Eine Heizung muss man über 20 Jahre rechnen – und zudem den tatsächlichen Energiepreis pro Megawatt( MWh) vergleichen. Selbst aktuell ist Öl im direkten Vergleich z.B. zu Holzpellets kaum günstiger. Legt man der Langzeitberechnung jedoch einen realistischen, also deutlich höheren Ölpreis zugrunde, spricht nach wie vor alles für einen Umstieg auf erneuerbare Energien. Aber natürlich ist auch das eine Prognose und welche Primärenergietechnik eingebaut wird, entscheidet immer der Kunde.“

Einen realistischen Überblick verschafft hier z.B. ein Langfristvergleich der Energiepreisentwicklung der letzten 10 Jahre, wie ihn C.A.R.M.E.N e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe online zur Verfügung stellt.

Zieht man für eine langfristige Wirtschaftlichkeitsrechnung diese – nicht spekulativen-  Zahlen heran, so war Heizen mit Gas oder Öl im Mittelwert der vergangenen 10 Jahre rund 40% teurer als mit Holzpellets.

Auch der Hinweis auf die ggfs. höheren Investitionskosten bei der vollständigen Heizungsumstellung auf erneuerbare Energien, ist kein stichhaltiges Argument: Nach wie vor fördert der Staat eine ökologische Heizungssanierung über das BAFA mit beträchtlichen Fördermitteln.

Gut beraten sind Hausbesitzer, das zeigt die Erfahrung, wenn sie sich vor einer Heizungserneuerung zunächst ausführlich von einem ausgewiesenen Heizungsexperten oder einem innungsgebundenen SHK-Handwerksbetrieb informieren lassen. Erste Wahl sollten Handwerksbetriebe aus der Region sein – sie gewährleisten nicht nur eine fachmännische Ausführung sondern haben in der Regel auch einen Notdienst, auf den man sich im Ernstfall verlassen kann.