Der Solarspeicher als Hauskraftwerk
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Die Entwicklung bei den Solarspeichern beflügelt den Markt für Solarbatterien, auch in Nordhessen, wie Solarexperte Andreas Jung (Foto) aus der Praxis berichtet.

Photovoltaik, also Solarstrom, hat es in Deutschland derzeit schwer: Noch drastischer als die Erstellungskosten einer PV-Anlage ist nämlich die Einspeisevergütung in den vergangenen Jahren gesunken. Wer in 2016 eine PV-Anlage baut, erhält nur noch 12,31 ct/kWh und damit nur rund 50% des Marktpreisese für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom. Da macht es Sinn, den Strom selbst zu verbrauchen – und überschüssigen Strom zu speichern, statt ihn an den Energieversorger abzugeben.

Sein aktueller Favorit unter den Energiespeichersystemen ist der E3/DC Speicher S10, der sich seit der Markteinführung 2012 vor allem in Privathäusern und im Gewerbebereich allmählich durchsetzt. „Wir haben im letzten Jahr ein Dutzend E3/DC-Solarspeicher aus- bzw. nachgerüstet. Die Panasonic-Akkumulatoren halten bisher was sie versprechen, die Kunden sind sehr zufrieden.“

Die E3/DC Solarbatterie mit modularer Speicherkapazität eignet sich sowohl für neue wie bestehende Photovoltaik Anlagen bis ca. 15 kWp. Modular bedeutet hier: Der Solarspeicher besteht aus einzelnen Batteriemodulen. Ganz nach Bedarf werden bis zu sechs Speichermodule mit jeweils 2,3 kWh Speicherkapazität eingesetzt, womit insgesamt über 13,8 kWh Gesamtspeicherkapazität möglich sind. Dank modernster Lithium-Ionen Speichertechnologie eignet sich der E3/DC Solarspeicher durchaus als Hauskraftwerk für einen Jahresstromverbrauch bis ca. 12.000 kWh. Für höhere Stromverbräuche lassen sich mehrere Hauskraftwerke zu einer Farm koppeln. Im Gegensatz zu vielen anderen Marken lässt sich das Gerät für einen kleinen Aufpreis notstromfähig machen. Bei Stromausfall funktionieren die Hausgeräte und Beleuchtung weiterhin. Bestehende Photovoltaikanlagen können gut mit den Komponenten von SMA und Tesla nachgerüstet werden. Dabei ist auch das Hauskraftwerk mit 13,8 kWh Gesamtspeicherkapazität durchaus kompakt. Ob frei stehend mit Standfuß oder an eine tragende Wand montiert passt das rund 190 kg schwere Gerät in (beinahe) jeden Keller- oder Abstellraum.

„Die E3/DC Solarbatterie eignet sich besonders gut als integrierter Speicher für kleine Solaranlagen. Ein privates Ein- oder Zweifamilienhaus, ausreichend Dachfläche vorausgesetzt, erreicht mit E3/DC bis zu 75% Autarkie und einen hohen Eigenverbrauch“, berichtet Solarexperte Andreas Jung aus seiner Praxis. „Aber auch im gewerblichen Bereich oder kommunalen Einrichtungen, wo der Großteil des Verbrauchsstroms während der Sonnenstunden auch verbraucht wird, ist eine gemanagte E3/DC Solarbatterie hochinteressant.  Eine ideale Anwendung ist z.B. ein Supermarkt. Zum einen wegen der großen Dachflächen, zum anderen wegen des hohen Stromverbrauchs. Denn nachts außerhalb der Öffnungszeiten wird weniger Strom verbraucht, der Stromverbrauch für Beleuchtung, Computer, Klimaanlagen und vor allem ständig geöffnete Kühltruhen verläuft hier fast parallel zur Sonneneinstrahlung. In solchen Idealfällen amortisiert sich eine solche Anlage vermutlich schon in 5-6 Jahren.“

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Hintergrund: In der Vergangenheit rechneten sich Photovoltaik-Anlagen vor allem dank der subventionierten Einspeisevergütung. Während Strom aus PV-Anlagen der Baujahre 2004-2006 auch heute noch mit über 50 ct/kWh vergütet wird, erhalten Betreiber, die 2016 eine PV-Dachanlagen (bis 10 kWp) installieren, allerdings nur noch 12,31 ct/kWh für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom. Vor allem die sog. PV-Novelle im EEG von 2012 hat zu einem drastischen Rückgang der Investitionen geführt. In den Jahren drei Jahren 2013-2015 wurden insgesamt weniger Anlagen gebaut, als im Spitzenjahr 2012 alleine.