stadt und region um kassel

Baumfällung und Obstbaumschnitt vom Profi

Die Berufsgenossenschaft warnt:
Spezialbaumfällungen sind gefährlich!

Baumpflege und Baumschnitt, vor allem jedoch die Baumfällung zu groß gewachsener Laub- und Nadelbäume, sollten Haus- und Grundstücksbesitzer in Kassel und im Werra-Meißner-Kreis einem Baumpflege-Profi wie Johannes Böttcher (Foto) aus Hessisch Lichtenau anvertrauen.  Das schützt nicht nur das eigene Eigentum vor den sich häufenden Sturmschäden, sondern auch das der Mieter und Nachbarn.  Zudem hat man mit einem selbständigen Baumpflege-Profi auch jenseits von Problemfällungen immer einen Fachmann für Baumerhalt, Kronensicherung, Baum-, Obstbaum- und  Gehölzschnitt zur Seite.

Baumfällungen sind gefährlich!
Forstarbeiten gehören, das wird vielfach vergessen, nach wie vor zu den riskantesten Arbeiten überhaupt. Kann ein Baum nicht an einem Stück gefällt werden, weil sich z.B. Gebäude in der Nähe befinden, so kommt nur eine Spezialfällung in Betracht – und die wird ein risikobewusster Eigentümer aus eigenem Interesse immer einen berufserfahrenen Profi anvertrauen.  Denn von allen, die Spezialbaumfällungen durchführen, fordert die Berufsgenossenschaft neben speziellen Seilklettertechniken auch mehrere Zusatzfortbildungen. Die spezielle Seilklettertechnik der Baumpfleger dient dabei nicht nur dem Eigenschutz, sondern ermöglicht es, nahezu jede Stelle in einem Baum zu erreichen. So können auch überragende  Äste und Baumkronen ohne Schäden am Gebäude kontrolliert abgelassen werden. Je nach Situation und schwere der Last kommen neben der Seilklettertechnik auch Rigging-Geräte, Arbeitsbühnen oder auch schon mal ein Mobilkran zum Einsatz.

Baumpflege ist zuerst Baumschutz!
„Zu einer professionellen Baumpflege“, erklärt Johannes Böttcher,  „gehören sämtliche Schnittmaßnahmen, die an einem Baum durchgeführt werden, sei es aus Sicherheitsgründen, aus ästhetischen Gründen oder um den Baum in seiner natürlichen Entwicklung zu fördern. Dazu kommen Maßnahmen wie das Sichern von bruchgefährdeten Ästen durch Seile (Kronensicherung) oder Wurzelvorhänge, um Bäume bei Baumaßnahmen zu schützen. Zudem gilt es bei allen Maßnahmen das Naturschutzgesetz, das Vogelschutzgesetz und ggfs. die kommunale Baumschutzsatzung zu beachten.“

Fachgerechte Entsorgung von Schnittgut
Die Entsorgung von Ästen und Schnittgut ist vielerorts problematisch. Daher übernimmt ein Profi-Betrieb wie Baumpflege Böttcher auch das Häckseln von Ästen, Baum- und Heckenresten sowie – wenn das Häckselgut nicht auf dem Grundstück verbleiben soll, auf  Wunsch auch die fachgerechte Entsorgung.

Kontakt:
Baumpflege Johannes Böttcher
Tel. 05602-9130396
Hessisch Lichtenau
www.baumpflege-boettcher.de

Auch die Wärmewende kommt

Energiewende im Werra-Meißner-Kreis.
Viele kleine Maßnahmen, große Wirkung

Die Energiewende in Nordhessen ist in vollem Gange, auch im Werra-Meißner-Kreis (WMK). Davon zeugen nicht nur die vielen PV-Anlagen auf privaten und öffentlichen Dächern, sondern aktuell vor allem die schwer zu übersehenden Windkraftanlagen auf unseren Höhenzügen. Was von Windkraftgegnern gerne pauschal als willkürliche Zerstörung unserer Naturlandschaft diffamiert wird, ist in Wirklichkeit die planvolle regionale bzw. lokale Konkretisierung der Energiewende, der sich alle nordhessischen Landkreise politisch verschrieben haben. Konkrete Planungsgrundlagen für die Entwicklung im Werra-Meißner-Kreis sind das 2012 vom Kreistag beschlossene Klimaschutzkonzept und der von der Regionalversammlung Nordhessen beschlossene Teilregionalplan Energie, der im WMK 17 Vorrangflächen (1,4 % der Kreisfläche) für Windkraft ausweist. Über Stand und Perspektive der regionalen Energiewende sprachen wir mit Dr. Rainer Wallmann (Foto), Erster Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent im Werra-Meißner-Kreis.


Zur Person:  Dr. Rainer Wallmann (52), promovierte als Diplom-Ingenieur im Fachbereich Ökologische Umweltsicherung (Thema „Restabfallbehandlung“) und war bis zu seiner Wahl Professor für Umwelttechnik und Leiter der Fakultät Ressourcenmanagement an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen. Wallmann ist nicht nur ein undogmatischer Energiewender, der die Energiewende „als flexiblen Prozess mit den Menschen“ versteht, er kennt sich auch aus, in seinem Fach und in der Region: Bereits als 16-jähriger kam der gebürtige Berliner zur landwirtschaftlichen Ausbildung in den WMK und arbeitete nach dem Studium 15 Jahre als Projektingenieur bei der Ingenieurgemeinschaft Witzenhausen.


Dr. Wallmann, wie steht es um die Energiewende im WMK?
Das Klimaschutzkonzept, das der Kreistag 2012 beschlossen hat, zielt darauf ab, dass bis 2050 100% der im Kreis verbrauchten Energie aus heimischen erneuerbaren Energieträgern stammen soll. Aktuell stehen wir bei 36% beim Strom und ca. 13% bei Wärme. Damit sind wir auf dem richtigen Weg, viele kleine Maßnahmen haben in der Summe eine große Wirkung. Aber das regenerative Energiepotenzial im Werra-Meißner-Kreis ist längst noch nicht ausgeschöpft. Wir setzen auch in der Zukunft auf den Ausbau erneuerbarer Energie, also vor allem auf Biomasse, Heizungen mit Hackschnitzeln, Holz oder Holzpellets, Solarenergie, Wasserkraft, Geothermie und Windkraft. Zugleich müssen wir unsere Anstrengungen beim Energiesparen fortsetzen – anders lässt sich das CO2-Einsparpotenzial von rund 910.000 t CO2 pro Jahr bis 2050 nicht erreichen.

Wie wird sich die Windkraft im Landkreis entwickeln?
Eine vernünftige Entwicklung der Windkraft ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Energiewende. Die Regionalversammlung hat hier jüngst mit dem Teilregionalplan Energie Klarheit geschaffen. Einerseits wurden Vorranggebiete für die Windenergienutzung festgelegt, andererseits auch klargestellt, dass auf 98% der Flächen Windkraft ausgeschlossen ist. Der Regionalplan schafft allerdings kein Baurecht, für jede Anlage ist weiterhin ein Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erforderlich. Konkret liegen 17 Vorrangflächen mit insgesamt 1415 Hektar im Werra-Meißner-Kreis. Neben den in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen in Hessisch-Lichtenau und Sontra, sind aktuell 23 Anlagen im Bau bzw. bereits in der Einfahrphase. Vier weitere Anlagen in Herleshausen befinden sich derzeit im Genehmigungsverfahren.

Wann kommt die Wärmewende?
Unser Hauptaugenmerk legen wir derzeit auf die Unterstützung der Wärmewende. Hier haben wir insbesondere durch die beiden geförderten Modellvorhaben „Holzige Biomasse“ und „Energetische Quartierssanierung“ zukunftsweisende Ansätze entwickelt, die wir in den nächsten Jahren konsequent umsetzen wollen. Über die Energiewende im privaten Heizungskeller entscheiden letztlich die Hausbesitzer – private, gewerbliche und kommunale. Wir schaffen Infrastruktur, beraten und begleiten und weisen natürlich auch auf die öffentlichen Förderprogramme für Biomasse-Heizungen (Hackschnitzel, Holz oder Holzpellets) hin. Aber es stimmt: In unserem ländlichen Raum mit vielen Einfamilienhäusern ist die Umstellung auf eine CO2-neutrale Wärmebereitstellung tatsächlich ein Großprojekt. Umso wichtiger ist es, Impulse zu setzen. In unserem Modellprojekt „Energetische Quartierssanierung“ entwickeln wir in Quartieren in Witzenhausen, Eschwege, Großalmerode, Herleshausen, Ringgau und Meißner nicht nur maßgeschneiderte Sanierungslösungen für die Hausbesitzer, sondern wollen auch Projekte zur gemeinsamen Wärmeversorgung aus heimischer Biomasse fördern. Auch hier werden wir zeigen, dass viele kleine Maßnahmen am Ende  eine große Wirkung haben.

ENERGIEwender online

Energiewende in der norhessischen Praxis: Auch in unserer Region Nordhessen arbeiten jeden Tag egagierte Menschen, viele seit Jahrzehnten, auf Dächern, in Heizungskellern oder in Büros ganz praktisch an der Energiewende. Die Ideen und Themen, Tipps und Lösungsvorschläge dieser ENERGIEWENDER in und über die Region hinaus bekannt zu machen, ist die zentrale Aufgabe dieser Webseite.

Dass wir dabei den größeren politischen Kontext streifen werden, wird sich kaum vermeiden lassen. Immerhin ist die deutsche Energiewende, also der gleichzeitige Ausstieg aus Atomkraft und fossilen Energien, nicht nur ein einzigartig deutscher Weg, sondern volkswirtschaftlich betrachtet auch ein der Mondlandung vergleichbares Herkulesprojekt.